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Mai 2008 Picknick drinnen bei Regen erlaubt

Quelle: "Die Kirche", Evangelische Wochenzeitung in Mitteldeutschland, vom 11. Mai 2008

Die erste Radfahrerkirche Anhalts ist in Steckby eröffnet worden

Von Karsten Wiedener

Mit dem Liederheft in der Hand geht es in den Gottesdienst, doch was ist das fur ein Schild im Kirchenvorraum? "Picknick bei schlechtem Wetter erlaubt. Bitte Reste und Verpackungen wieder mitnehmen", heißt es da. Gleich darunter folgt ein weiterer Hinweis: "Trinkwasser bitte an der Wasserstelle des Friedhofs entnehmen." So werden in der Nicolaikirche in Steckby bei Zerbst die Gaste begrüßt, denn sie ist seit Sonntag die erste Radfahrerkirche in der Landeskirche Anhalts.

 

Der Gottesdienst zur Eröffnung hat noch gar nicht begonnen, da drängen sich rund 150 Menschen in der Feldsteinkirche, sodass die Sitzplätze nicht reichen – und dann sind da noch 60 Fahrräder, die sich um die Kirche herum und auf der sonnenüberfluteten Kirchwiese gruppieren.

 

In seiner Predigt versichert Kirchenpräsident Helge Klassohn, dass die Nicolaikirche eine Orts- und Gemeindekirche sei und bleibe. Aber sie werde nunmehr zusätzlich fur Radfahrer ein Ort der Begegnung, der Besinnung und der Gastlichkeit sein. Radler sollten "hier zur Ruhe kommen und den Frieden mit sich selbst" erleben. Und Klassohn betont, dass der heilige Nikolaus als Namensgeber schließlich Schutzpatron der Schiffer, Kaufleute und Reisenden sei. Der besondere Gottesdienst zur Eröffnung erinnere auch daran, dass die Christen aus der Kraft der Erneuerung leben, sagt Klassohn. "Ohne Hoffen, Glauben und Beten ware es nicht zu diesem Aufbruch in Steckby gekommen."

 

Zwei Jahre von der Idee bis zur Umsetzung

 

Nach dem Gottesdienst wartet auf die Besucher nicht nur ein Imbiss-Stand, sondern auch ein Rundkurs auf zwei Rädern quer durch das Dorf. Klassohn, der sich mit an die Spitze setzt, waren erst noch zehn Kilometer angekündigt worden. Am Mittag kommt eine Radlergruppe aus Zerbst mit 30 Teilnehmern in die Kirche. Denn die Eröffnung findet im Rahmen des sechsten "Elberadeltages" statt, mit dem jährlich die sporttouristische Radlersaison an der Elbe in Sachsen-Anhalt beginnt.

 

Die Idee mit Zusatzangeboten als Radfahrerkirche war vor mehr als zwei Jahren im Gemeindekirchenrat entstanden. Damals suchte die Gemeinde nach Förderprogrammen, mit deren Hilfe eine dringend nötige Instandsetzung ermöglicht werden könnte. Und weil das Programm "Leader Plus" der Europäischen Union auf innovative Vorhaben zur Entwicklung von ländlichen Gebieten ausgerichtet ist, kam von dort auch das meiste Geld. Innerhalb eines Jahres waren die 133.000 Euro teuren Sanierungsarbeiten abgeschlossen, in deren Mittelpunkt die Reparatur des Fachwerkturmes stand. Er musste dazu komplett abgenommen und anschließend wieder aufgesetzt werden. Auf der Kirchwiese wurde eine Sitzgruppe und ein Balkengerüst als Fahrradständer geschaffen.

 

Die um 1200 errichtete Kirche liegt am Elberadweg R2 zwischen Prag und Hamburg. Mit dem Standort in Steckby wurde auch die Lücke zwischen den an der Elbe bereits bestehenden Radfahrerkirchen in Priesitz in Sachsen-Anhalt und Gatow in Niedersachsen geschlossen. Künftig wollen Pfarrer Reinhard Hillig und der von Boris Krmela geleitete Gemeindekirchenrat in Steckby besondere Andachten und wechselnde Ausstellungen anbieten. Geöffnet ist die Kirche täglich von 8 bis 18 Uhr. Und falls es regnet, kann im Vorraum auch gespeist werden. 

  

Am 4. Mai bei der Eröffnung der Nicolaikirche in Steckby als Radfahrerkirche wurden schnell die Plätze knapp.

 

Am 4. Mai bei der Eröffnung der Nicolaikirche in Steckby als Radfahrerkirche wurden schnell die Plätze knapp.

(Foto Karsten Wiedener)