Presseerklärung der Landeskirche

St. Nicolai Steckby wird als Radfahrerkirche eröffnet

 

Dessau-Roßlau, 2. Mai 2008

Mit einem Festgottesdienst (Sonntag, 4. Mai, 10.00 Uhr) wird die St.-Nicolai-Kirche in der Elbgemeinde Steckby als erste Radfahrerkirche in Anhalt eröffnet. Die Predigt hält Helge Klassohn, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Das Projekt wurde vom Gemeindekirchenrat Steckby initiiert, der damit unter anderem Radwanderer am Elberadweg R2 ansprechen will. "Unsere Kirche soll ein Ort sein, an dem sich die Wege der Menschen kreuzen, ein Ort der Ruhe und eine Oase für Besucher, die sonst unablässig in Bewegung sind", sagt Boris Krmela vom Gemeindekirchenrat.

Erwartet werden am 4. Mai an der St.-Nicolai-Kirche auch zahlreiche Radfahrer. "Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte an diesem Tag ruhig mit dem Fahrrad nach Steckby kommen", betont Krmela. Mehrere Gruppen planen eine Fahrt vom zeitgleich stattfindenden Elberadeltag in Zerbst nach Steckby (Start: Schloßfreiheit, 11.00 Uhr). Gegen 12.30 Uhr ist in Steckby eine gemeinsame Rundfahrt durch den Ort geplant. Am Eröffnungstag können Gäste im Turm von St. Nicolai das Geläut und die Uhrenstube besichtigen. Angeboten werden auch Kirchenführungen sowie Speisen und Getränke. In der Kirche wird die Schau "Die Schönen vom Lande" mit Kunstfotografien von Dorfkirchen aus dem Kirchenkreis Zerbst der anhaltischen Landeskirche gezeigt.

Die abgebildeten Gotteshäuser gehören ebenso wie die St.-Nicolai-Kirche Steckby zur "Stiftung Entschlossene Kirchen" im Kirchenkreis Zerbst (Treuhandstiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz), die es sich zum Ziel gesetzt hat, Kirchengemeinden bei der dauerhaften Bewahrung und Öffnung ihrer Kirchengebäude zu unterstützen (www.entschlossene-kirchen.de).

Geplant sind in der Radfahrerkirche künftig unter anderem Ausstellungen und besondere Andachten, ein Rastplatz für Radfahrer ist bereits eingerichtet. Bis zum 4. Mai werden mehrere Hinweistafeln in der Umgebung aufgestellt. Die um 1200 erbaute Feldsteinkirche liegt direkt am Elberadweg R2, der von Prag nach Hamburg führt, und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine Radfahrerkirche. Auf dem R2 schließt St. Nicolai die Lücke zwischen den Radfahrerkirchen in Priesitz (Sachsen-Anhalt) und Gatow (Niedersachsen). Die Kirche in Steckby war in den vergangenen 15 Monaten unter anderem aus Mitteln des Förderprogramms "Leader Plus" der Europäischen Union saniert worden.

Im Zuge der Bauarbeiten an der St.-Nicolai-Kirche wurde unter anderem der gesamte Fachwerkturm abgenommen, repariert und wieder aufgesetzt. Derzeit wird die Innausmalung erneuert. Die Baumaßnahmen kosteten 133.000 Euro, 99.000 Euro flossen aus dem Programm "Leader Plus", 8.000 Euro kamen von der "Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland" (Kiba), den Rest teilten sich die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Kirchengemeinde Steckby und die Gemeinde Steutz.

Weitere Infos zur Kirche unter:

www.radfahrerkirche-steckby.de

 

 

 

Plakat zur Eröffnung
 
(offizielles Eröffnungsplakat)