Vorstellung der Radfahrerkirche Steckby

Die St. Nicolaikirche im Elbedorf Steckby bei Zerbst ist seit 4. Mai 2008 die erste Radfahrerkirche in Anhalt und seit Ostern 2009 Stationskirche am Luther-Pilgerweg. Nachdem das Projekt u. a. über die EU-Gemeinschaftsinitiative "Leader+" gefördert wurde, wird das Angebot der Kirchengemeinde schrittweise entwickelt und  umgesetzt.

St. Nicolai ist nicht nur der Schutzpatron der Kirche zu Steckby, sondern auch der Reisenden. Seinen Namen greift die Kirchengemeinde auf und macht ihr Gotteshaus zu einem Ort, an dem sich Rad- und Pilgerwege unterschiedlichster Menschen kreuzen. Besondere Andachten, ein Rastplatz für Radfahrer sowie Ausstellungen sind neben dem Kirchenraum selbst u. a. Gegenstand des kirchlichen Angebots.

Die um 1200 erbaute Feldsteinkirche liegt direkt am Elberadweg R2, der von Prag nach Hamburg führt und bietet damit ideale Voraussetzungen für eine Radfahrerkirche. Sie ist eine vollständige Anlage aus Schiff, eingezogenem quadratischen Chor und kleiner  halbrunder Apsis. Der Bau weist im unteren Teil bis zu den Fenstern eine regelmäßige Schichtung der Steine auf. Über dem westlichen Giebel des Schiffes sitzt der Fachwerkreiter aus dem 18. Jahrhundert mit gelbem Backstein im Gefach, barocker Haube und laternenförmigem Aufsatz. Bevor St. Nicolai zur Radfahrerkirche werden konnte, musste jedoch der Fachwerk-Kirchturm des Gotteshauses im Jahr 2007 vollständig erneuert und saniert werden. Heute ist er für alle Besucher zu besteigen.

Kirche Steckby


Die Fensteröffnungen des Kirchenschiffes sind nicht im Original erhalten geblieben, aber teilweise noch heute in ihren ursprünglichen Umrissen zu erkennen, ebenso wie die jetzt vermauerten Portale an der Nord- und Südseite. Die Bronzeglocke im Turm der Kirche stammt aus dem Jahr 1876, die Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist ein Werk der Firma Zuberbier. Der schlichte barocke Altaraufsatz trägt das Gemälde „Christus und die Sünderin", ein Geschenk des Herzogs Leopold Friedrich Franz von Anhalt Dessau. Seit 1996 ist die Kirche im Besitz von Glasfenstern, die vom Magdeburger Künstler Richard Wilhelm gestaltet wurden.

Das Kircheninnere wurde ab 1991 grundlegend saniert und Anfang 2008 farblich renoviert. Dabei wurde zwischen Kirchenschiff und Apsis das historische Faschenmotiv wieder aufgemalt. Die Orgel hingegen bedarf ihrer schlechten Verfassung wegen einer grundlegenden Reparatur, zumal sie eines der historisch wertvollen Instrumente dieser Gegend ist. Dafür bitten wir um Spenden. 

Die St. Nicolaikirchgemeinde Steckby ist beteiligt an der Stiftung "Entschlossene Kirchen" im Kirchenkreis Zerbst der Anhaltischen Landeskirche. Sie ist von Ostern bis zum Reformationstag täglich verlässlich von 8.00 Uhr - 20.00 Uhr geöffnet.

Kontakt
Pfarramt Steutz, Pfarrer Hillig, Friedensstraße 17, 39264 Steutz, Telefon 039244-243
Schlüssel bei Marion Finger, Schöneberger Weg 1, 39264 Steckby, Telefon 039244-95017